sozialpolitischer Gottesdienst

"200 Jahre Adolph Kolping wollen wir nicht nur als Rückschau feiern, sondern dabei auch einen Blick nach vorne werfen", so Pfarrer Christian Preis von der kath. Seelsorge in der Bundespolizei zu Beginn eines sozialpolitischen Gottesdienstes in der Kirche des Kolping Feriendorfes Herbstein.
In dem sehr gut besuchten Gottesdienst, der von den Kolpingsfamilien aus den Bezirken Oberhessen Nord und Süd veranstaltet wurde, ging er zunächst auf das Lebenswerk des Priesters Adolph Kolping ein.
Auch heute solle man Mut zur Veränderung haben, meinte Pfarrer Preis und forderte die Anwesenden auf, mit dazu beizutragen und dies nicht andere machen zu lassen. In dem Gottesdienst wurden mehrere Lieder gesungen, die sich mit dem Leben von Adolph Kolping beschäftigten. Musikalische Begleitung kam dazu von Hubert Straub, dem Leiter des Kolping Feriendorfes mit seiner Gitarre.
Gelegenheit zu einer Gesprächsrunde gab es im Anschluss im "Studio A" des Feriendorfes mit Pfarrer Preis und dem Religionslehrer Arnold Tomascheck von der Gutebenbergschule, der Stadt Frankfurt. Die Moderation übernahm Hubert Straub. "Es hat mich schon immer gereizt an dieser Gesellschaft mitzubauen", antwortete Arnold Tomascheck auf die Frage von Straub, warum er Kolping interessant finde. Dieses "mitzubauen" werde in letzter Zeit allerdings immer schwerer, meinte er weiter und ging dabei auf seine Arbeit mit den über 350 Jugendlichen ein.
In der Gesprächsrunde wurde auch der Begriff Freiheit thematisiert. In der Zeit von Adolph Kolping, kurz nach der französischen Revolution, habe Freiheit eine große Rolle gespielt. Heute lebe man in einer "grenzenlosen Freiheit", die es eigentlich gar nicht gäbe.'
Zum Abschluss der Gesprächsrunde wurden von den beiden Referenten noch mehrere Fragen der Zuhörer zum Thema "200 Jahre Adolph Kolping" beantwortet. Wigbert Nophut von der Kolpingsfamilie Herbstein dankte Preis, Tomascheck und Moderator Straub für den interessanten Gottesdienst mit der anschließenden Gesprächsrunde.