Jesus Christus: Ich bin die Auferstehung und das Leben.

Wahrhaftig, das war Gottes Sohn

Geistlicher Impuls des Kolping-Bundespräses Josef Holtkotte zu Palmsonntag.

Die letzten Sätze der biblischen Botschaft am heutigen Palmsonntag geben zu denken. „Die Erde bebte, und die Felsen spalteten sich“ (Mt 27, 51). Der Tod Jesu wird begleitet von gewaltigen Naturereignissen, und gerade diese weisen dem Hauptmann und der Wache den Weg zum gläubigen Bekenntnis: Als sie „das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah“- so erzählt der Evangelist - ,da erst können sie begreifen: „Wahrhaftig, Gottes Sohn war dieser.“ (Mt 27, 54)

Der Evangelist greift mit dieser - ihm eigenen - Darstellungsform auf alttestamentliche Sprechweise zurück. Vielfach wird in jenen Schriften Gottes machtvolles Handeln durch außergewöhnliche Ereignisse in der Natur verdeutlicht, ja dadurch erst für den Menschen sichtbar und ‘greifbar‘ gemacht. So zeigt das Erdbeben für den Menschen der Bibel, in welche Größenordnungen das hier überlieferte Geschehen einzuordnen ist. Der Evangelist gab bereits früher einen entsprechenden Hinweis: Als Jesus „in Jerusalem einzog, da erbebte die ganze Stadt, und man fragte: Wer ist dieser?“ (Mt 21 , 10). So steht also die Bewegung, das Beben der Erde am Beginn und am Abschluss der Passion Jesu.

Das Bild, das der Evangelist verwendet, spricht für sich. Es weist uns den Blickwinkel, unter dem wir die Passionserzählung lesen sollen. Was hier geschieht, ist so ungewöhnlich, dass es den alltäglichen Lauf der Welt durcheinanderbringt. Punkt für Punkt, Episode für Episode stellt dies der Verfasser dar.

Schon das Verfahren vor Pilatus macht dies deutlich. Dreimal versucht der Statthalter, Jesus freizulassen, bevor er schließlich doch dem Schrei der Menge nachgibt, ein Schrei, der in der Selbstverfluchung gipfelt: „Sein Blut- über uns und unsere Kinder!“ (Mt 27,25). - Kann da die Erde noch ruhig bleiben?...

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