KOLPING Bundeshauptausschuss November 2017

150 Kolping Delegierte aus 27 Diözesanverbänden treffen sich zum Bundeshauptausschuss in Stuttgart und ich bin zum ersten Mal als Delegierte aus dem DV Mainz mit dabei.
Mit einem Rucksack voller Unizeug und den Unterlagen für den Bundeshauptausschuss und einem Rucksack mit Zahnbürste und Klamotten zum Hauptbahnhof. Auf geht’s nach Stuttgart. Umsteigen in Mannheim mit nur vier Minuten Zeit, Chaos am Bahnhof, rein in den Zug, Plätze suchen und feststellen, dass wir doch das falsche Zugabteil erwischt haben. Nächster Halt Stuttgart. „Ach, auch Kolping?“ wir treffen weitere Kolpinger im Zug; also doch nicht das falsche Zugabteil. Obwohl wir also die komplette Zugfahrt im Gang stehen müssen und sich immer wieder Leute an uns vorbei quetschten, haben wir Spaß. Denn bei Kolping fühlt man sich wohl. Das Kolping Netzwerk im Zugabteil beginnt. Am Ende laufen wir – einen kleinen Umweg nehmend - mit einer größeren Kolpinggruppe zum Hotel. Nach dem Einchecken geht es gleich weiter zum Kolpinghaus. Dort fing die Veranstaltung wohl mit dem besten Thema an: Essen! Dabei kommen wir mit weiteren Leuten ins Gespräch. Ich bin noch nicht solange auf diözesanebene ehrenamtlich unterwegs und der Bundeshauptausschuss ist meine erste Veranstaltung auf Bundeseben. Dementsprechend kenne ich wenige, ich fühle mich aber auf Anhieb wohl. Das ist Kolping.

Die Veranstaltung fängt an und es werden die vorgelegten Rechenschaftsberichte zur Diskussion gestellt. Es folgt die Aussprache, Bericht über die wirtschaftliche Entwicklung der Rechtsträger und Einrichtungen des Kolpingwerkes Deutschland für das vergangene Jahr. Der Finanzausschuss trägt seinen Bericht vor. „Begleiten und Beraten“ wird vorgestellt. Es geht schnell voran und ich muss höllisch aufpassen, dass ich mitkomme Das Fußballspiel ist dafür bestimmt mitverantwortlich. Am Abend trifft sich noch kurz die Jugend um zu besprechen, welche Position sie einnehmen möchte und um sich auszutauschen. Noch soll der Abend aber nicht enden. Gemütlich in der Hotelbar trifft sich die Gruppe wieder, wir feiern noch einen Geburtstag, Bundespräses Josef Holtkotte gesellt sich noch dazu und es wird ein kurzweiliger Abend in lustiger Runde. Ich fühle mich einfach nur wohl.

 

Nach einer kurzen Nacht, einem guten Frühstück, starten wir in den nächsten Teil des Bundeshauptausschusses. vor und weiter beraten wir über den Leitantrag „Wir gestalten Arbeitswelt mit“ – Leitlinien des Kolpingwerkes Deutschland. Die Schuhsammelaktion, unterstützt von Fußballtrainer Kemny, steht am Samstagmorgen auf der Tagesordnung . Die Mittagspause nutze ich für einen Besuch am Infomobil zum Thema Integration. Die Kolping Roadshow ist super spannend und eine sehr schöne Idee mit einer guten Umsetzung.
Am Nachmittag stellt die Arbeitsgruppe CD-Richtlinien dann die Vorschläge für ein einheitlicheres Erscheinungsbild vor. Zuerst wurde das neue Logo vorgestellt. Es wurde mit einer Emotionalität diskutiert, die einfach nur ergreifend war. Obwohl es viele verschiedene Meinungen darüber gab ob das Logo so gut sei oder nicht konnte jeder seine Meinung dazu sagen. Die Diskussion war lang und unsere Zeitersparnisse waren aufgebraucht. Eine größere Arbeitseinheit bildete der Zukunftsprozess „Kolping Upgrade … unser Weg in die Zukunft“. Sicherlich das Motto für die nächsten Jahre. Unser Diözesanverband wird in der nächsten Diözesanvorstandssitzung mit Herrn Ernst Joßberger über „Kolping Upgrade“ sprechen und die nächste Diözesanversammlung am 28. April 2018 unter dieses Motto stellen. Die Kolpingjugend wollte noch über das vom 28. bis 30. September 2018 stattfindende Jugend-Event „Sternenklar – Du baust die Zukunft!“ informieren. Sternenklar wurde dann aber auf Sonntagmorgen verschoben. Diesen Top bekam ich leider nicht mehr mit.

Der Gottesdienst am Abend fand in der Domkirche St. Eberhard statt und wurde von allen anwesenden Präsides zelebriert. Hauptzelebrant war Weihbischof Thomas Maria Renz. Sehr imposant für mich waren die vielen Banner. Leider musste ich am Samstagabend wieder mit dem Zug nach Hause fahren.
Aus den sozialen Medien habe ich mitlerweile erfahren, dass Manuel Hormeyer zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt worden ist. Manuel war bislang einer von vier Bundesleitern der Kolpingjugend. Herzlichen Glückwunsch!
Mein Fazit für diese zwei Tage: Kolping ist Zusammenhalt und gemeinsam stark sein. Ich finde es immer wieder faszinierend wie schnell man von fremden Menschen aufgenommen wird, weil man bei Kolping ist. Diese Herzlichkeit ist Kolping. Wir folgen seinen Spuren Schritt für Schritt. Gott reist mit uns auf dem Weg, den vor uns Adolph Kolping ging. Um Menschn zu gewinnen, geben wir das Herz als Pfand. Durch unser gemeinsames Tun bewegt sich was. Ich habe es gespürt. Treu Kolping!
Bericht: Lina Koser, Kolpingjugend DV Mainz

 

Sternenklar - Du baust die Zukunft JugendEvent 28.-30.09.2018 in Frankfurt

Delegierte aus dem DV Mainz: Johannes Schneider, Gudrun Gomerski, Lina Koser - Jutta Schaad - Bundesvorstand