Kolpingsfamilie Mainz

Zugegeben, die meisten Weihnachtsmärkte, die heutzutage in nahezu jedem Ort stattfinden, ähneln sich: Glühwein, Bratwurst, „Budenzauber“, Weihnachtsmusik aus dem Lautsprecher. Schön, wenn historische Baulichkeiten und spezielle Lichteffekte dem Ganzen noch eine besondere Note aufprägen. Dies hat auch die Kolpingsfamilie in den letzten Jahren vielfach erfahren. Und deshalb wollte man heuer etwas Besonderes erleben. Zusammen mit dem Jahrgang 1943 aus Stadecken-Elsheim ging es in das Weihnachtsdorf Waldbreitbach an der Wied. Nach staufreier Fahrt im komfortablen Reisebus, den Andreas Reh sicher steuerte, und qualifizierten Informationen über den Zielort durch Dr. Hajo Stenger kamen die Senioren aus Rheinhessen pünktlich zum Mittagessen im oberhalb des Ortes gelegenen Marienhaus-Kloster der Franziskanerinnen an. Hier erwartete die Gäste schon ein ausgesprochen leckeres, reichhaltiges Schnitzelbuffet. Anschließend begann im Weihnachtsdorf eine interessante Führung durch Frau Hildegard Ambros zu den in der Ortsgemeinde verteilten Krippen- und Weihnachtsmotiven. Ein besonderer Höhepunkt war die sehr originelle, riesige Wurzelkrippe in der katholischen Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Die darin dargestellten Motive erzählen eine Vielzahl von biblischen Ereignissen im Zusammenhang mit der Geburt Jesu. Und wer nach dem einstündigen Rundgang noch weiteres Weihnachtliches erkunden wollte, der konnte zudem Gustels Krippen- und Bibelwelt mit über 2500 weihnachtlichen Exponaten aus der ganzen Welt besuchen. Krippenbaumeister Hertling hat hier eine Riesenkrippe, ein einmaliger Weltrekord, geschaffen, die man einfach gesehen haben muss. Pünktlich zur Busrückfahrt durch das Wiedtal fing es an zu schneien und belegte die engen Straßen mit einem weißen Teppich; Dank der besonnenen und akkuraten Fahrweise von Herrn Reh kam die Gruppe frohgestimmt und höchst beeindruckt mit vielen vorweihnachtlichen Impressionen wieder in Mainz und Rheinhessen an.

Text und Foto: Dr. Hajo Stenger