Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat,

hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen. (Joh. 5,24)

Mit Trauer und Dankbarkeit nimmt das Kolpingwerk im Bistum Mainz Abschied von Karl Kardinal Lehmann. In den über 33 Jahren seines Dienstes als Bischof von Mainz hat Kardinal Lehmann stets die Arbeit des Kolpingwerkes unterstützt und gefördert. Besonders deutlich wurde dies, wenn er am Vorabend des 1. Mai mit der Betriebsseelsorge, KAB und dem Kolpingwerk Gottesdienst feierte und für die Belange der Berufs- und Arbeitswelt nicht nur ein offenes Ohr hatte, sondern auch ein Forum bot, damit deutlich werden konnte, dass Kirche und Arbeiterschaft nicht zwei verschiedene Welten sind, sondern zusammengehören. Die Sorge um Menschen in der Berufs- und Arbeitswelt nahm in seinem Wirken einen bedeutenden Raum ein. Mehr noch als sein herausragendes theologisches Wissen und sein Engagement für die Kirche im Bistum Mainz und in unserem Land war es seine persönliche Zugewandtheit, die ihm einen festen Platz in den Herzen der Menschen sichert. Für Kolping und sein Werk hatte Kardinal Lehmann immer offene Ohren und ein gutes Wort. Wir haben ihm vieles zu verdanken. Möge er jetzt schauen und erfahren, was er mit seinem Leben und seinem Dienst bezeugt hat: die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes, die uns Ewiges Leben schenkt. Wir beten für unseren Kardinal und wissen ihn in Gottes Liebe geborgen. Adolph Kolping sagt: „Das Gebet lindert das Leid, das Gebet tröstet und versöhnt, das Gebet belebt die Hoffnung des einstigen Wiedersehens. Aber gerade dieses Gebet für die teure Seele unseres Heimgegangenen stärkt auch wieder für die Erfüllung unserer Pflichten.“

für den Diözesanverband Mainz
Hans-Joachim Wahl
Diözesanpräses