Erdüberlasungstag

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Am 29. Juli 2019 ist der weltweite Erdüberlastungstag. Das ist der Tag, an dem die weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht wurden, die alle Ökosysteme auf der Erde im Jahr erneuern können. Jedes Jahr rückt der globale Erdüberlastungstag im Kalender einige Tage nach vorne. Wir verbrauchen die natürlichen Ressourcen immer schneller. Verschiedene Umwelt-und Bildungsorganisationen riefen mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf dem Gutenbergplatz/Theatervorplatz in Mainz die Bundesregierung, die Landesregierung und BürgerInnen auf, sich für konkrete Maßnahmen zur Senkung unseres Ressourcenverbrauchs einzusetzen. „Beim Klimaschutz und bei der Nutzung unserer endlichen Ressourcen muss die Bundesregierung dringend handeln und aktiv werden, damit auch die zukünftigen Generationen eine lebenswerte Zukunft haben. Das zeigt uns schließlich auch die Fridays for Future-Bewegung, die uns ständig daran erinnert, dass jetzt ein Umdenken und Handeln stattfinden muss“, erklärt Christiane Steinmetz, Vorsitzende der Bürgerstiftung Pfalz. „Die Erde besitzt kein unbegrenztes Angebot an natürlichen Ressourcen. Die Folgen unseres Verbrauches sind deutlich spürbar. Überfischte Meere, Insektensterben, der Verlust der Biodiversität, die Verschlechterung der Böden sowie eine Überlastung der Erde mit Treibhausemmissionen und Abfällen gehören zu den Folgen unseres Verbrauches. Es ist höchste Zeit, dass wir unsere Lebensweise ändern“, erläutert Sabine Yacoub, Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. Ein grenzenloses Wirtschaftswachstum ist auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen nicht möglich. Wir leben aber nicht nur auf Kosten der zukünftigen Generationen, sondern auch auf Kosten der ärmeren Länder im globalen Süden, die beispielsweise in Form von Extremwetterereignissen noch stärker vom Klimawandel betroffen sind als wir in Deutschland. „Wenn wir die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ernst nehmen, sollte es verbindliche und nachprüfbare Ziele beim Ressourcenverbrauch geben. Hier ist auch die Landesregierung gefordert, überprüfbare Ziele zu erarbeiten. Diese sollten nicht nur Energie-und Rohstoffeffizienz in den Vordergrund stellen, sondern auch eine Wirtschaftspolitik fördern, die nicht auf ständiges Wachstum setzt, sondern dem übermäßigen Ressourcenverbrauch ein Ende setzt“, so Edda Treiber, Fachpromotorin für Umwelt und Entwicklung in Rheinland-Pfalz, und Achim Trautmann, Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung der Region Koblenz.

Aktion zum Erdüberlastungstag in Mainz
Wann: Donnerstag, 25.Juli 2019, 10:00 Uhr Wo: Gutenbergplatz/Theatervorplatz, Mainz

Zum Hintergrund

Das Global Footprint Network berechnet jedes Jahr den Tag, an dem die Erdüberlastung erreicht ist (Earth Overshoot Day). Dabei werden zwei rechnerische Größen gegenübergestellt: zum einen die biologische Kapazität der Erde zum Aufbau von Ressourcen sowie zur Aufnahme von Müll und Emissionen, zum anderen der Bedarf an Wäldern, Flächen, Wasser, Ackerland und Lebewesen, den die Menschen derzeit für ihre Lebens-und Wirtschaftsweise haben.


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